| Der Eglofser Schultheiß Stiefenhofer hatte einen Sohn mit feuerrotem Haar. Dieser wurde eines Tages von einer Dachschneelawine begraben. Eilends stürzten die Leute herbei, um den Schnee beiseite zu räumen. Einer der Knechte rief plötzlich: "Schultheiß, do kummt scho a Dachplatte". Der Schultheiß meinte:" Des isch kui Dachplatte, des isch min Bue". Q 2 |
Gut versichert
| Der alte Hof des Anton Stiefenhofer wurde durch einen zündelnden Buben in Brand gesteckt. Der Bub wollte auf der Einfahrt etwas Heu anzünden, wobei sich das Feuer bis in die Tenne fortsetzte. Zur Zeit des Unglücks befanden sich die Leute im "Wuul" draußen bei der "Heibat", als die Rauchwolken und der in Flammen stehende Hof bemerkt wurden. Die Feuerwehr rückte aus und und wollte mit dem Löschen beginnen. Da merkten sie, daß sie die Schläuche vergessen hatten. Der Stiefenhofer meinte darauf: "Londs no brenne, i bi jo guet versicheret." Q 2 |
Vom Schuhmichel
Ochsentour
| Der Schuhmichel sollte zwei Ochsen auf den Viehmarkt nach Isny treiben. Da begegnete ihm der Schultheiß. "Na, wo wend Ihr drei denn na?" Die Antwort kam prompt: "Am vierten vorbei!" |
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Keine Konkurrenz
| Wenn ihm Schuhe zum Flicken gebracht wurden, welche nicht von ihm hergestellt waren, nahm er diese, spuckte darauf, warf sie in eine Ecke und sagte: "Wer die erschaffe hot, soll die au erlöse!" |
Obacht
| Als der Michel wieder einmal in der Wirtschaft bei einem guten Viertele saß, hätte die Bedienung beim Abräumen leerer Gläser beinahe seinen vollen Schoppen umgestoßen. Der Schuhmichel darauf: "Obacht! Lieber de Hochaltor umwerfe als a volls Viertele!" |
Die Predigtschwänzer
| Als der Pfarrer am Biertisch einmal klagte, daß während der Predigt so viele Leute draußen vor der Kirche blieben, gab Michel dem als Prediger nicht so berühmten Mann zur Antwort: "Jo, Herr Hochwürden, prediget Sie dussa, no isch dinna Kirche voll." |
Geschäftstüchtig
| Einem Kunden brachte der Michel neue Stiefel, stellte diese sorglich auf den Boden und sagte zum Weib: "So,do hon i an Hoilige nie gnäht, uin der allad huigange isch!" Das brachte ihm ein gutes Vesper ein. |
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Waldarbeit
| Für das mühsame Stumpengraben und Ausschaufeln der Baumwurzeln gab Michel folgendes Rezept: "Ma spannt zwoi Schuster an sottige Stöck und schreit: " D'r Gearbar kunnt!" Um 's Umgugge sind die Schtöck hussa wie an Stockzahn beim Doktor, weil alle Schueschter beim Gearbar Schulda hond! |
Umsatzsteigerung
| Ein Wirt klagt dem Schuhmichel über den schlechten Geschäftsgang. Als der Wirt ihm eine Maß Bier spendiert, gibt Michel das Rezept: "Wenn du mehr Bier verkaufe witt, no schenk besser ei, no bringscht doch viel meh weg!" |
(alle aus Q 8)