| Der Schatz von Syrgenstein |
Der mündlichen Überlieferung zufolge soll eine alte Frau einen Schatz von Syrgenstein in einem Kinderwagen durch die schwedischen Wachtposten hindurch in den Wald geschoben und dort vergraben haben. Die Kenntnis von dieser Stelle ging dann jedoch ebenso verloren wie der Lageplan, so dass der Schatz nicht mehr gehoben werden konnte.
Gebhard Jakob (1878 - ?) erzählt von dieser Sage in seinem Buch "Das Geheimnis von Syrgenstein". Er lässt im 30jährigen Krieg den Truchsess von Waldburg, Kommandant des von den Schweden 1632 belagerten Lindau, eine kostbare Kassette mit dem wertvollen Schmuck der Lindauer durch eine als Bettlerin verkleidete Adelige nach Schloss Syrgenstein bringen. Dieser Teil des Romans bildet die Grundlage zum folgenden Theaterstück, geschrieben von der Klasse 6 der GHS mit Werkrealschule Argenbühl Eglofs 1998. Q 1 (nach Georg Wägele)
Bild 1 - Lindau 1632 - im Ratsaal
Bild 2 - Im Wald bei Heimenkirch
Bild 3 - Vor dem Schloss
Bild 4 - Sprecher
Bild 5 - Schwedische
Soldaten vor Syrgenstein
Schluss
| Bürgermeister: Johannes
Bürgerin: Anette Bürger: Tobias B. Barbara: Carina Dienerin: Lucia Kind 1: Natalie Kind 2: Markus Soldat 1: Denis |
Soldat 2: Tobias K
Schlossdienerin: Elfriede Graf: Tobias W. Soldat 3: Christian Soldat 4: Michael Major: Benedikt Sprecher: Bernhard |
(Plakat mit Beschriftung s.u. kursiv wird vor der Bühne
hin- und hergetragen:)
| Bild 1 - Lindau 1632 - im Ratsaal |
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Bürgermeister der Stadt Lindau:
Die Schweden stehen vor der Stadt. Sie werden uns plündern. Sucht mir eine Bürgerin, die sich bereit erklärt, sich als Bettlerin zu verkleiden um unsere Schatzkassette nach Syrgenstein in Sicherheit zu bringen. Bürgerin: Ich hätte einen Vorschlag. Wir könnten Frau Barbara fragen. Sie würde sich bestimmt bereit erklären. Bürger: Ich gehe und hole sie, dann könnt ihr sie fragen. |
(Bürger und Frau Barbara kommen herein )
Bürgermeister: Würdet Ihr Euch bereit erklären für uns den Schatz nach Syrgenstein zu liefern? Aber Ihr müsst Euch als Bettlerin verkleiden.Barbara: Na gut, ich habe einen alten Leiterwagen. Da packe ich den Schatz hinein.
Bürger: Ihr müsst aber Eure Kinder auch mitnehmen und erst einen Vertrag unterschreiben. Hier ist er. (Sie unterschreibt den Vertrag )
Barbara: Nun bringt mir die Kleider, damit ich mich umziehen kann.
(Bürgerin klatscht 2mal. Dienerin kommt herein und bringt die Kleider mit.)
Dienerin: Kommt Ihr bitte mit mir. Dann könnt Ihr Euch umkleiden.
(Dienerin und Frau gehen hinaus)Bürgermeister: Ich gehe und hole die Kassette.
(Barbara und Dienerin kommen wieder herein mit Leiterwagen. Bürgermeister kommt auch herein. Bürgerin nimmt Bürgermeister die Kassette ab.)
Bürgerin: Hier ist die Kassette. Bringt sie bitte mit Decken eingewickelt nach Syrgenstein.
(Bürgerin wickelt die Kassette mit Decken und Lumpen ein und legt sie mit alten Küchengeräten in den Leiterwagen. Frau holt die Kinder und macht sich auf den Weg.) (von Anette und Carina)
| Bild 2 - Im Wald bei Heimenkirch |
(Barbara kommt mit den Kindern und dem Leiterwagen)
Kinder: Wir haben Hunger. (Barbara gibt den Kindern etwas zu essen)Barbara: Da, nehmt ein Stück Brot.
(packt das Kästchen aus; sie hört die Schritte kommen, erschrickt und versteckt alles wieder. - Soldaten kommen)
Soldat 1: Ja, wen haben wir denn da? (still stehen)Barbara: Ich bin eine arme Seele und besitze nichts außer meinen Kindern. Lasst mich doch bitte durch.
Soldat 2: Also gut, gehe durch. Aber mach, dass du wegkommst! (Barbara entfernt sich mit den Kindern)
Soldat 1: Mit der Frau stimmt was nicht.
Soldat 2: Das müssen wir sofort dem Major melden.
(Soldat 1 und 2 entfernen sich) (von Tobias Klein, Denis Rauch)
| Bild 3 - Vor dem Schloss |
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(Barbara tritt mit den Kindern über die Zugbrücke und klopft
an das Tor)
Dienerin macht das Tor auf und fragt:
Barbara: Ich möchte den Grafen in einer wichtigen Angelegenheit sprechen. Dienerin:
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Diener: Herr Graf, eine Bettlerin möchte Euch in einer wichtigen Angelegenheit sprechen.Graf: Ja, ich werde mich sofort darum kümmern. Führt sie herein.!
Dienerin geht zurück und meldet:
Der Herr Graf wünscht Euch sofort zu sprechen. Folgt mir!Barbara: Ja, danke. (Sie gehen zum Grafen)
Graf: Was willst du von mir?
Barbara: Ich soll Euch fragen, ob Ihr eine wertvolle Kassette von Lindau verstecken würdet.
Graf: Warum sollte ich das tun?
Barbara: Weil der Bürgermeister ein guter Freund von Euch ist.
Graf: (öffnet die Kassette, staunt)
Bei uns ist die Kassette in guten Händen. Ich werde den Schatz sofort verstecken und niemand wird davon erfahren bis auf meine Tochter.Barbara: Vielen Dank!
Graf: Aber nun erholt Euch und esst etwas. (- Dienerin kommt)
Barbara: Ich danke Ihnen.
(Graf klatscht. Dienerin kommt)
Graf: Gebt der Frau etwas zu essen!
(Dienerin nimmt sie mit) (von Elfriede, Lucia und Natalie)
| Bild 4 - Sprecher |
Sprecher :
Kurz darauf kommt die Tochter Adela zu ihrem Vater in den Hof, dann gehen sie in den Keller. Der Graf zieht einen losen Stein aus der Mauer und legt den Schatz hinein. Sie verschließen das Versteck wieder mit dem Stein.
(von Michael und Bernhard)
| Bild 5 - Schwedische Soldaten vor Syrgenstein |
Major von Schweden: Also Männer, wenn ich pfeife, stürmen wir das Schloss.Männer (alle): Gut.
Major: (Pfiff)
Der Schlossherr, Graf von Syrgenstein, (zeigt weiße Flagge ): Wir ergeben uns.
Major: Gebt den Schatz her oder du wirst gefoltert!
Graf: Ich kann Euch nichts sagen.
Major zum Soldaten: Holt die Folterbank und foltert ihn!
Graf: Foltert mich, aber ich sage keinen Ton.
Major: Das werden wir schon sehen .
Soldaten und Major schreiten zur Folterung.
(Folterung - Stöhnen, Schreien. Plötzlich sinkt der Graf zurück. Er ist tot)
Major schimpft: Konntet ihr nicht besser aufpassen? Nun war alles umsonst. Wir ziehen ab.
(Sie gehen in die Küche und holen etwas zu essen und ziehen ab. Sie lassen den Grafen liegen. Die Dienerin eilt herbei, weint. - Schluss) (von Tobias W. und Benedikt)
| Schluss |
Sprecher:
Die Tochter des gefolterten Grafen starb dann an der Pest. Viele haben schon nach dem Schatz seither gesucht. Aber bis heute ist noch keine Spur von ihm aufgetaucht. (von Tobias, Markus und Christian)