| Legenden |
Freie Nacherzählung nach folgendem Text:
Der heilige Gallus (aus einem Heiligenbuch)
Abgebildet wird der Heilige mit einem Pilgerstab, oft auch noch mit einem Bären, der ihm Brennholz bringt (z. B. auf der Gallusbrücke in Wangen). Diese Darstellung geht auf die Legende zurück, dass Gallus einmal einem Petz zur Bestrafung befohlen hatte, ihm Holz zu holen, da das Tier zuvor das Essen des Einsiedlers stehlen wollte.Einige "unserer" Legenden:zur weiteren Information:
Gallus lebte um das Jahr 600 als Einsiedler (= ganz allein) im Wald. Nach seinem Tod 640 n.Chr. wurde er in seiner Zelle (= kleine Kapelle) zwischen Altar und Chorwand begraben. An dieser Stelle wurde später das Kloster St. Gallen errichtet und nach ihm benannt.
Aufgabe: Schreibe nach diesen Angaben eine Legende von Gallus und dem Bären. Suche eine eigene Überschrift!
Der Bär als Haustier
Es war einmal ein Einsiedler namens Gallus, der sehr an Christus glaubte und tief im Wald sich ein Holzhaus gebaut hatte. Gallus aber war von einem Bären bedroht, der ihn jeden Tag einmal überfiel und sich nahm, was er wollte. Aber Gallus wurde immer ärmer. Eines Tages hatte Gallus nichts mehr als sein Wasser von seiner Quelle, die er in der Nähe der Holzhütte entdeckt hatte. Dann kam wieder der Bär. Aber als er sah, dass nichts mehr da war, wurde er sehr zornig und riss das ganze Haus ab. Darauf betete Gallus noch mehr als sonst. Nach zwei Tagen kam der Bär wieder. Dies merkte Gallus aber nicht, und kurz bevor der Bär angreifen wollte, merkte es Gallus doch noch. Er nahm seinen Gürtel als Lasso. Als der Bär dann angriff, hatte er schnell den Bären an der Leine. "Bitte, laß mich los, ich mache auch alles, was du willst", jammerte der Bär. Darauf erwiderte Gallus: "Warum soll ich dich loslassen, nachdem du mir mein Haus und meine Sachen kaputt gemacht hast?" "Ja, ja, ich helfe dir es wieder aufzubauen, aber bitte lass mich los", bat der Bär. So bauten sie gemeinsam eine große Holzhütte und sie lebten dann noch ein paar Jahre zusammen in der Holzhütte, bis Gallus im Jahre 640 nach Christus starb. Er wurde dann in seiner Kapelle begraben. Aus dieser Kapelle entstand dann das große Kloster St. Gallen. Was aus dem Bären geworden ist, weiß niemand. (Tobias Wirthensohn)
Gallus war ein Einsiedler und lebte ganz allein im Wald in einer kleinen Holzhütte. Neben der Hütte war ein Bächlein mit vielen Pflanzen und Fischen. Er hatte nicht sehr viel zu essen und als einmal ein Bär vorbeikam, wollte sich dieser etwas zum Fressen stehlen. Doch Gallus bemerkte es und ließ ihn zur Strafe Holz für sich holen. Der Bär sagte: "Ich bin so müde. Darf ich mich etwas hinlegen?" "Na gut, wenn du mir niemals mehr etwas stehlen willst, will ich dir Platz machen!", meinte Gallus. Der Bär legte sich hin und schlief sofort ein. Gallus machte sich an das Essen, denn er dachte, der Bär sei hungrig, wenn er aufwachte. Der Bär aber rannte sofort weg, weil er Angst hatte, dass er ihn rauswerfen oder schlagen würde, weil er ihm etwas hatte stehlen wollen. Gallus schaute in die Hütte hinein, aber der Bär war nicht mehr da. Gallus war sehr betrübt und aß alleine.Angst vor dem FeuerDer Bär aber saß hungrig im Wald und sagte: "Ach, ich Armer, jetzt muss ich wohl verhungern. Ich bin schon ganz schwach, weil ich so lange nichts mehr gegessen habe, und jetzt muss ich wohl sterben." Gallus rief: "Bär, wo bist du? Ich habe etwas sehr Gutes zu essen mitgebracht!" Der Bär rief zurück, so laut er konnte. Aber er brachte nicht mehr viel heraus. Er war einfach viel zu schwach. Nach einer Weile fand ihn Gallus und sagte: "Mein Freund, jetzt kannst du essen so viel du willst! Ich gebe dir alles, was ich habe und du kannst auch bei mir wohnen. Über den Winter ist es nämlich viel zu kalt und du würdest erfrieren." -" Vielen Dank, der Herr sei dir gnädig!", brummte der Bär. Und so gingen sie glücklich und zufrieden wieder nach Hause.
Gallus wurde über 90 Jahre alt. Dort, wo er begraben wurde, baute man ein Kloster, das nach ihm benannt wurde. Auch eine Stadt wurde daraus, St. Gallen. (Elfriede Prinz)
![]() |
Vor etwa 1300 Jahren lebte der Gallus als Einsiedler in einem Wald in der Nähe des Bodensees. Es war ein kalter Herbstmorgen, als ein kleines Mädchen von einem Bären angegriffen wurde. Es hatte ein Brot in der Hand. Als Gallus die verzweifelten Schreie des Mädchen hörte, ließ er alles fallen und lief zu dem Mädchen. Als er es sah, stand es unter einem Baum und der Bär stand knurrend vor ihm. Gallus rief dem Mädchen zu: "Du musst dein Brot wegwerfen!" Aber es traute sich nicht sich zu bewegen. Da rief ihm Gallus noch einmal zu: "Wirf dein Brot weg!" Da wurde der Bär auf ihn aufmerksam und rannte auf ihn zu. Aber Gallus hatte keine Angst, er nahm einen großen Ast und warf ihn auf den Bären. Da rannte der Bär davon. Gallus lief zu dem ängstlichen Mädchen und nahm es mit zu seiner Hütte im tiefen Wald. Zitternd fragte das Mädchen: "Warum hast du mir geholfen?" "Ich kenne diesen Bären, er will mir mein knappes Essen immer auffressen." Da dachte das Mädchen kurz nach und meinte: "Warum hat er mich dann angegriffen?" Da antwortete Gallus: "Dein Brot." |
Da wurde ihm alles klar. Plötzlich sah Gallus eine suchende Frau. Und in dem Augenblick sah das Mädchen die Frau auch. Schnell stand es auf und rannte zu seiner Mutter. Sie fragte hastig: "Wo warst du, Sandra Kind, wir hatten Angst um dich." Da fing Sandra an zu erzählen: "Mutter, mich hat ein Bär überfallen, und dieser nette Mann hat mir geholfen." Da gaben sie ihm zum Dank einen Korb voller Essen. Als die beiden dann weg waren, roch der Bär das Fressen und wollte Gallus angreifen. Da lockte Gallus den Bären zu dem Feuer. Da bekam der Bär Angst und lief davon. Von jetzt an kam der Bär nie wieder.Gallus starb dann 640 n. Chr.. Er wurde in Zelle zwischen Altar und Chorwand begraben. An dieser Stelle wurde dann später das Kloster St. Gallen gebaut. (Isabell Natterer)