Der heilige Georg

Spiel der Gruppe 2
(Wörtliche Rede nach der Fassung im Lesebuch)

Einleitung:

König: Nehmt mein Gold und mein Silber und die Hälfte meines Reiches, aber gebt mir meine Tochter zurück, damit sie nicht auf solche Weise sterben muß.

Volk: Du selbst, König, hast dieses Gebot erlassen, und nun, da unsere Kinder tot sind, willst du deine Tochter retten? Wenn du nicht an deiner Tochter vollstreckst, was du gegen die anderen verhängt hast, werden wir dich und dein Haus verbrennen.

König: Ach liebste Tochter, was soll ich mit dir tun? Was soll ich sagen? Werde ich nun deine Hochzeit nicht mehr erleben? (Zum Volke gewandt:) Ich bitte euch, schenkt mir acht Tage Zeit, damit ich meine Tochter beklagen kann.

Volk: Warum läßt du dein Volk um deiner Tochter willen untergehen? Denn wir alle sterben vom Gifthauch des Drachen.

König: Ach liebste Tochter, königliche Kinder wollte ich von dir aufziehen, und nun gehst du und sollst von dem Drachen verschlungen werden. Ach, ich hoffte, zu deiner Hochzeit Fürsten zu laden, den Palast mit Perlen zu schmücken, Pauken und Trompeten zu hören, und nun gehst du und wirst vom Drachen verschlungen. O Tochter, wäre ich doch vor dir gestorben, anstatt dich so verlieren zu müssen!

Tochter: Edler junger Herr, steige schnell auf dein Pferd und fliehe, damit du nicht mit mir zusammen sterben musst.

Georg: Fürchte dich nicht, Tochter, sondern sage mir, worauf du hier wartest, während dir alles Volk zuschaut!

Tochter: Wie ich sehe, edler Herr, bist du hochherzig gesinnt, aber willst du mit mir sterben? Darum fliehe geschwind!

Georg: Ich werde nicht eher hier weichen, als bis du mir anvertraut hast, was dir fehlt. Tochter, habe keine Angst, denn ich werde dir im Namen Christi helfen.

Tochter: Edler Ritter, eile dich zu retten, damit du nicht mit mir umkommst! Es genügt, wenn ich allein umkomme, denn du kannst mich nicht befreien. Du wirst mit mir zusammen verderben.

Tochter: Flieh edler Herr, flieh so schnell du kannst!

Georg: Fürchte dich nicht, schlinge deinen Gürtel um den Hals des Drachen !

Volk: Ach, wir Armen, jetzt sind wir alle verloren !

Georg: Ihr braucht euch nicht zu führchten, denn mich hat Gott hierher geschickt, damit ich euch von dem schrecklichen Drachen befreie. Glaubt nur an Christus, und jeder von euch lasse sich taufen. Dann werde ich den Drachen töten.



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